Gedanken zum Spruch des Monats - Mai 2022

Die Heimbewohner haben mit der Betreuung im Eingangsbereich des Pflegeheimes einen Wunschbaum aufgestellt. Daran hängen Zettel, auf denen die Wünsche der Bewohner aufgeschrieben sind. Das passt ganz gut zum Monatsvers für Mai. Der formuliert nämlich auch einen Wunsch und steht in der Einleitung eines Briefes des Apostel Johannes an einen gewissen Gaius:

Ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht.  3. Johannes 2

Dieser Wunsch knüpft an einen bereits bestehenden Zustand an. Es solle Gaius so gut gehen, wie es seiner Seele gut geht. Das ist eine Ist-Beschreibung, kein Wunsch. Was er damit meint, erschließt sich aus den folgenden Sätzen des Briefes:

Ich habe mich sehr gefreut, als einige Brüder zu mir kamen und berichteten, wie treu du zu Gottes Wahrheit stehst und dass du dein Leben ganz von ihr bestimmen lässt. Für mich gibt es keine größere Freude, als zu hören, dass … Christen … ihr Leben ganz an der Wahrheit ausrichten. (Verse 3+4) Gaius steht offenbar fest im Glauben. Die Botschaft des Evangeliums hat ihn so getroffen, dass er ganz darauf aus ist, treu im Dienst Gottes zu leben.

Was können wir uns mitnehmen?

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht: Was würden Menschen über meinen / Ihren Seelenzustand berichten? Was können Menschen an meinem / Ihren Seelenzustand erkennen? Das, was nach außen dringt, gibt Aufschluss über das Innere.

Johannes spricht 3 Bereiche des Lebens an:

  • „gut gehen“ i.S.v. Erfolg haben / dass die Dinge gut laufen = materieller Wohlstand
  • „gesund sein“ = körperliche Gesundheit
  • „Seelenleben“ = Glaube

Um welche dieser Bestandteile Ihres Lebens kümmern Sie sich? Kommen alle 3 Bereiche vor oder ist eins davon unterbelichtet? Was brauchen Sie, um in Balance zu kommen?

Der Brief berichtet darüber, dass Gaius Gegenwind erlebt. Obwohl er an der Wahrheit, am Glauben festhält und seiner Überzeugung entsprechend handelt, gibt es Menschen, die darin nicht das Gute erkennen und ihm das Leben schwermachen. Johannes ermutigt Gaius, sich davon nicht beirren zu lassen und weiter Gutes zu tun.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie formbar und ansprechbar bleiben. Das Wort Gottes in Form der Bibel und der Heilige Geist fordern uns immer wieder neu heraus. Das bewahrt uns davor, lebendig tot zu sein. Es gibt immer Entwicklung, neue Erkenntnis, einen nächsten Schritt. Gott möchte uns gebrauchen, aber das kann Er nur, wenn wir hören und Er uns Dinge sagen darf. Ziel ist ein Leben, dass für andere zum Guten wirksam ist und Gott Ehre macht.     

Olivia Müller