Gedanken zum Spruch des Monats - März 2022

Nochmal Februar...

Liebe Leserinnen und Leser,

aus den Rückmeldungen zur Februar-Andacht kann ich schließen, dass sie tatsächlich gelesen wird! Das freut mich, denn es ist ja doch eine Art Monolog und ich weiß nie, auf wen diese Zeilen treffen und was sie auslösen. Vielen Dank an alle, die mir ihre Gedanken mitgeteilt haben.
An dieser Stelle möchte ich vorweg stellen: Es braucht sich niemand sorgen! Manch einer fragte sich: Was ist denn da los im Haus Abendfrieden? Naja, ehrlich gesagt, genau dasselbe, was an jeder anderen Stelle in unserer Gesellschaft los ist:

· Wir erleben Menschen, die das Beste wollen. Für sich und für andere. Im Idealfall hält sich beides die Waage.

· Es gelingt Menschen unterschiedlich, ihre guten Vorsätze umzusetzen.

· Viele Menschen tragen einen Rucksack mit sich herum: schlechte Erfahrungen, körperliche Beschwerden, private Nöte, Beziehungsprobleme.  Je nachdem wie schwer dieser Rucksack ist, wird auch das Miteinander mehr oder weniger beeinflusst.

Wir sind auf keiner Insel der Glückseligkeit. Die "Marke" Diakonie ist kein Garant, dass es besser, leichter oder weniger störanfälliger wäre. Aber das allerbeste ist doch, dass wir dem nicht hilflos ausgeliefert sind! Wenn ich ein Medikament für bestimmte Beschwerden habe und lasse es im Medi-Schrank stehen, was nützt es dann? Und so sind für mich  Bibelworte - das Reden Gottes für mein Leben. So wie es in Deutschland rund 100.000 verschiedene, zugelassene Arzneimittel gibt und diese für ganz unterschiedliche Anwendungsbereiche gedacht sind,  so enthält auch die Bibel ein umfangreiches Spektrum an Themen für das Leben von uns Menschen.

Wie komme ich zu einer effektiven Anwendung der Bibel-Medizin? So wie beim Arzt braucht es eine Anamnese, ein ehrlicher Blick auf sich selbst: Was fehlt mir denn? Wo geht es mir nicht gut? Was ist Symptom und wo liegt die Ursache? Wenn ich vor dem Arzt meine Beschwerden verstecke, werde ich nicht das passende Medikament erhalten. Wenn ich meine Masken fallen lasse, dann kann mich das Wort Gottes auch ansprechen. Wenn ich "mauere", dann wird mich das alles nicht erreichen.

Die 4 Verse im Februar waren aus meiner Sicht ein echt guter Medi-Cocktail. Allein die Anwendung dieser 4 Prinzipen ist so elementar für unser Miteinander. Ich bin davon überzeugt, dass uns allen diese „Therapie“ gut tut. So kommen wir auf die erwähnte erste Stufe, den kleinsten gemeinsamen Nenner.

...und jetzt ist März

In den Herrnhuter Losungen wurde für März das mahnende Wort aus Epheser 6,18 gewählt:

Hört nie auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen.

Da kommt uns momentan sicher schnell die schlimme Situation in der Ukraine vor Augen. Wie können wir beten? Ich denke, ich brauche Gott nicht mit meinem Gebet davon zu überzeugen, dass Krieg schlimm ist und beendet werden muss. Gott ist ein Gott des Friedens. Krieg führen die Menschen und nicht Gott.

Meine Aufgabe im Gebet ist, die "Fahne hoch zu halten", indem ich Wahrheiten ausspreche, die mir die Bibel vor allem im Neuen Testament bereitstellt. Gebet verändert mein Herz, meine Sicht auf die Dinge. Im Gebet kann mir der Heilige Geist sagen, was ich tun kann. Ich bleibe wach - empfangsbereit für Gottes Wort und zu Taten bereit. Bereits jetzt gibt es unterschiedliche Hilfs- und Spendenaufrufe. Es braucht humanitäre Hilfe für die Menschen, die über Nacht obdachlos geworden sind und kaum Zeit hatten, etwas zu packen und sich vorzubereiten. Ich bitte Gott für die ukrainischen und russischen Christen. Deren Mut und Entschlossenheit ist nun gefragt, Licht in dieser dunklen Stunde zu sein. Sie können den Menschen um sie herum Gottes rettende Botschaft bringen und Hoffnung durch Worte und Taten geben.                                                            

Olivia Müller