30.07.2018

20 Jahre ambulant betreutes Wohnen im Lutherstift

 

„Ich durfte ein neues Leben beginnen“ – Siegfried Landgraf feiert zwanzig Jahre Abstinenz und das ambulant betreute Wohnen im Lutherstift sein zwanzigjähriges Bestehen. Kontakt zum Interviewpartner über die unten stehende Ansprechpartnerin.

Veranstaltung Tag der offenen Tür: Mittwoch, 22.08.2018 – 13-17 Uhr – Lutherstift

Mit einem Tag der offenen Tür am 22. August feiert das Lutherstift in Hohenstein-Ernstthal 20 Jahre Ambulant betreutes Wohnen für suchtmittelabhängige Männer. Unter einem Dach arbeiten hier die Sucht- und Drogenberatung des Diakoniewerkes Westsachsen und die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle der Stadtmission Chemnitz zusammen.
Zum Tag der offenen Tür werden sich die Beratungsdienste, das ambulant betreute Wohnen sowie der alkoholfreie Tagestreff „Windlicht“ vorstellen. Weiterhin können Interessierte mit Mitgliedern der verschiedenen Selbsthilfegruppen sowie mit Besuchern der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle ins Gespräch kommen. Einer der ersten Bewohner sowie ein langjähriges Mitglied einer Suchtselbsthilfegruppe ist Siegfried Landgraf. Er wird dieser Tage sein zwanzigjähriges Abstinenz-Jubiläum feiern und konnte bis heute Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Neben Führungen durch das Haus wird es auch eine Präsentation zur wechselvollen Geschichte des Gebäudes geben. Alkoholfreie Getränke, Kaffee und Kuchen sowie Gegrilltes runden diesen Tag ab.

Hintergrund Sucht- und Drogenberatung:

Die Sucht- und Drogenberatung hilft Menschen, die ein Problem mit Alkohol, illegalen Drogen, Medikamenten, Medien oder Spielsucht haben. Weiterhin berät sie Angehörige, Freunde, Bekannte sowie alle, die sich informieren möchten. Die Fachkräfte führen außerdem Präventionen zu den Themen „Alkohol- und Drogenabhängigkeit“ sowie „exzessiver Mediengebrauch“ an Schulen durch. Es geht dabei um Information, Fortbildung und den Aufbau von Verhaltenskompetenz im Umgang mit Suchtgefährdeten und -kranken.

Das Team der Sucht- und Drogenberatung besteht aus fünf Beratungsfachkräften, einer Sachbearbeiterin und einem Mitarbeiter, der für das ambulant betreute Wohnen zuständig ist. Die Sucht- und Drogenberatung gibt es seit 26 Jahren. Der Kommunale Sozialverband Sachsen, die Deutsche Rentenversicherung und die Krankenkassen sind ihre Kostenträger. Im Jahr finden ca. 700 Betroffene den Weg in die Einrichtung.

Die gemeindenahe Lage der Haupt-*, Außen-** und Außensprechstellen*** sowie die niedrigschwellige, leichte Zugänglichkeit bedeuten eine frühe Chance der Intervention. Suchtberatung ist eine wichtige prophylaktische Maßnahme hinsichtlich möglicher Folgeschäden auf der psychischen, physischen und sozialen Ebene. Sucht verursacht bei den Betroffenen tiefe Scham- und Schuldgefühle, die oftmals einer Behandlung im Wege stehen. Wir bieten Vertraulichkeit und Anonymität sowie einen Zugang ohne Überweisungsschein, was die Annahme von Hilfe für die Betroffenen erleichtert und manchmal erst möglich macht.

*Lutherstift Hohenstein-Ernstthal
** Haus der Diakonie, Pestalozzistraße 17, Glauchau
*** Lichtenstein/Sa., Limbach-Oberfrohna

Ansprechpartnerin:
Diakoniewerk Westsachsen gemeinnützige GmbH
Sucht- und Drogenberatung
Stefanie Eulitz

Friedrich-Engels-Straße 86, 09337 Hohenstein-Ernstthal
Telefon 03723 412115
Telefax 03723 680378
E-Mail sucht(at)diakonie-westsachsen.de
https://www.diakonie-westsachsen.de/sucht

https://www.diakonie-westsachsen.de/pressemitteilungen_180730_20_jahre_ambulant_betreutes_wohnen_de.html