Unser christliches Profil

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Olivia Müller

Olivia Müller
Einrichtungsleiterin

Haus Abendfrieden
Am Walde 2, 08412 Werdau
Telefon 03761 7040
Telefax 03761 704100
E-Mail

Seit ihrer Gründung 1924 ist die Heimstätte Sichem ein Ort der christlich geprägten Fürsorge. Bis heute gehören Glaube und christliche Traditionen zu unserem Alltag.

Die Bewohner des Haus Abendfrieden können wöchentliche Andachten besuchen. Jeden Sonntag wird im Haus ein Gottesdienst gefeiert. Mit dem 2017 eingeweihten „Garten der Blumen und Psalmen“ wird das Wort Gottes in der Natur erfahrbar. Feste im Lauf des Kirchenjahres werden gemeinsam begangen. Verschiedene Chöre der christlichen Gemeinden der Umgebung besuchen und erfreuen die Bewohner.

Auch besteht die Möglichkeit, die Seniorenbe­gegnungsstätte im Gemeindezentrum der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Werdau zu besuchen. Als ganz beson­deren Höhepunkt kennen viele das große „Sichemfest“, das jeden Sommer mit viel Musik, einem Gottesdienst, Spiel und Spaß gefeiert wird.

Wir arbeiten eng mit dem Zwickauer Hospizdienst „ELISA“ zusammen, der in schwerer Zeit zusätzlich Begleitung und Unterstützung gibt. Auch Seelsorge vermitteln wir auf Wunsch.

Gedanken zum Spruch des Monats - Juni 2022

Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod.
Hoheslied 8,6

Das Hohelied aus dem Alten Testament ist eine Sammlung von Liebesgedichten voller Emotionen und Leidenschaft. Ganz bildlich wird die Verbindung zwischen Geliebter und Geliebtem beschrieben - das gegenseitige Vermissen, Suchen und Finden. Das Hoheslied ist im Vergleich zu den anderen Büchern der Bibel ein ganz ungewöhnlicher Abschnitt.

Im Neuen Testament wird diese Thematik fortgeführt. Jesus wird beschrieben als Bräutigam, der seine Gemeinde liebt und als Braut zu sich nehmen möchte. Auch fordert die Bibel die Männer dazu auf, ihre Frauen so zu lieben, wie Jesus die Gemeinde geliebt hat. Hingebungsvoll. Leidenschaftlich. Liebe so stark bis in den Tod.

Das Hohelied ist also beides: eine romantische Beschreibung zweier Liebender und ein Spiegelbild für die Liebe zwischen Gott und den Menschen.

66362942_960.jpgGott spricht uns an: Lege mich wie einen Siegelring auf dein Herz, wie einen Siegelring auf deinen Arm. Will heißen, Gott wünscht sich, dir so nahe zu sein, so wichtig zu sein wie das wichtigste "Ausweisstück". Das Siegel war früher die Unterschrift, das persönliche Dokument. Das trugen die Menschen immer bei sich und durften es nicht verlieren. Gott wirbt darum, diesen Stellenwert bei uns zu haben, so dass wir immer darauf aufpassen, diese Beziehung nicht zu verlieren. Es geht nicht um Befehle, um Gesetze, nicht um richtig oder falsch. Es geht um Liebe, um Beziehung - das ist das Sehnlichste was sich Gott mit uns wünscht. Er weiß, er kann Liebe nicht befehlen, er weiß, wir können Liebe nicht "machen". Er wirbt um unsere Liebe wie ein Verliebter sich nach dem/der Geliebten sehnt. Die Liebe findet ihren Ausdruck in der Begegnung, in der Zeit miteinander, im Reden, im Tun. Wenn Gottes Liebe wie ein Siegel auf unserem Herz - dem Zentrum unserer Liebe - und unserem Arm - dem Werkzeug unseres Handels - liegt, dann wird das, was wir von uns geben und tun, von der Liebe Gottes geprägt sein.

Das klingt so schön, so anstrebenswert! Dennoch ist unser Alltag so wenig davon durchdrungen. An dieser Stelle sage ich gerne: Solange ein Mensch atmet, gibt es die Chance zur Umkehr, zum Neustart, zum Neuausrichten und Kurs-korrigieren. Nicht ich habe diese Liebe, sondern Gott! Was erwarte ich denn von mir? Wenn ich so lieben will, werde ich von mir nur enttäuscht sein. Ich schaffe es nicht, aber Gott schon! In den folgenden Versen heißt es: Unüberwindlich wie der Tod, so ist die Liebe, und ihre Leidenschaft so unentrinnbar wie das Totenreich! Wen die Liebe erfasst hat, der kennt ihr Feuer: Sie ist eine Flamme des HERRN! Mächtige Fluten können sie nicht auslöschen, gewaltige Ströme sie nicht fortreißen. Die Liebe Gottes ist nicht anfechtbar wie meine menschliche Liebe, die bei Ärger oder Hindernissen schnell umschlägt. Die Liebe Gottes kann nicht ausgelöscht werden und durch nichts zerstört werden. Daran habe ich Teil, wenn ich diese kleine, aber feine Sache tue, zu der Gott mich auffordert: Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Und wenn ich diese Verbindung im Alltag verloren habe, dann kann ich immer wieder an diesen Punkt zurückkehren und es wieder tun: ich lege Gottes Liebe wie ein Siegel auf mein Herz und wie ein Siegel auf meinen Arm. Täglich. Stündlich. Dann wird diese Liebe stark sein, weil es die starke Liebe Gottes ist.

Olivia Müller


Gedanken zum Spruch des Monats - Mai 2022

Die Heimbewohner haben mit der Betreuung im Eingangsbereich des Pflegeheimes einen Wunschbaum aufgestellt. Daran hängen Zettel, auf denen die Wünsche der Bewohner aufgeschrieben sind. Das passt ganz gut zum Monatsvers für Mai. Der formuliert nämlich auch einen Wunsch und steht in der Einleitung eines Briefes des Apostel Johannes an einen gewissen Gaius:

Ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht.  3. Johannes 2

Dieser Wunsch knüpft an einen bereits bestehenden Zustand an. Es solle Gaius so gut gehen, wie es seiner Seele gut geht. Das ist eine Ist-Beschreibung, kein Wunsch. Was er damit meint, erschließt sich aus den folgenden Sätzen des Briefes:

Ich habe mich sehr gefreut, als einige Brüder zu mir kamen und berichteten, wie treu du zu Gottes Wahrheit stehst und dass du dein Leben ganz von ihr bestimmen lässt. Für mich gibt es keine größere Freude, als zu hören, dass … Christen … ihr Leben ganz an der Wahrheit ausrichten. (Verse 3+4) Gaius steht offenbar fest im Glauben. Die Botschaft des Evangeliums hat ihn so getroffen, dass er ganz darauf aus ist, treu im Dienst Gottes zu leben.

Was können wir uns mitnehmen?

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht: Was würden Menschen über meinen / Ihren Seelenzustand berichten? Was können Menschen an meinem / Ihren Seelenzustand erkennen? Das, was nach außen dringt, gibt Aufschluss über das Innere.

Johannes spricht 3 Bereiche des Lebens an:

  • „gut gehen“ i.S.v. Erfolg haben / dass die Dinge gut laufen = materieller Wohlstand
  • „gesund sein“ = körperliche Gesundheit
  • „Seelenleben“ = Glaube

Um welche dieser Bestandteile Ihres Lebens kümmern Sie sich? Kommen alle 3 Bereiche vor oder ist eins davon unterbelichtet? Was brauchen Sie, um in Balance zu kommen?

Der Brief berichtet darüber, dass Gaius Gegenwind erlebt. Obwohl er an der Wahrheit, am Glauben festhält und seiner Überzeugung entsprechend handelt, gibt es Menschen, die darin nicht das Gute erkennen und ihm das Leben schwermachen. Johannes ermutigt Gaius, sich davon nicht beirren zu lassen und weiter Gutes zu tun.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie formbar und ansprechbar bleiben. Das Wort Gottes in Form der Bibel und der Heilige Geist fordern uns immer wieder neu heraus. Das bewahrt uns davor, lebendig tot zu sein. Es gibt immer Entwicklung, neue Erkenntnis, einen nächsten Schritt. Gott möchte uns gebrauchen, aber das kann Er nur, wenn wir hören und Er uns Dinge sagen darf. Ziel ist ein Leben, dass für andere zum Guten wirksam ist und Gott Ehre macht.     

Olivia Müller

Gedanken zum Spruch des Monats - April 2022

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Gedanken zur Jahreslosung 2022

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Johannes-Evangelium 6,37

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