Verknüpfung mit: 09.04.2021 - Wir fühlen uns wohl im Heinrichshof

Eine Bewohnerin, die Pflegedienstleiterin und eine Wohnbereichsleiterin geben Einblick in den Alltag des Hauses Heinrichshof.


„Wir haben es schön zusammen“

Im Wohnbereich 1 lebt Renate Neumann August 2019. „Ich bin gleich gut aufgenommen worden. Wir haben es schön zusammen an unserem Tisch“, erinnert sie sich an ihre Ankunft. Den Tagesablauf gestaltet die Seniorin nach ihren eigenen Wünschen. „Hier geht es mir gut. Wenn ich Hilfe brauche, ist immer jemand da. Aber ich kann mir auch selber helfen. Am Tisch schenke ich immer gerne ein. Im Sommer sitzen wir schön auf der Terrasse, die Betreuungskräfte machen mit uns Gymnastik oder wir basteln zusammen. Es wird nicht langweilig. Ich habe hier auch eine liebe Freundin gefunden. Leider ist sie im Himmel. Aber ich konnte bis zum Schluss bei ihr sein und sie ist ganz sanft eingeschlafen. Das war schön. Sie musste nichts leiden.“
Ein besonderer Höhepunkt war der Geburtstag: „Meine Schwestern waren da, das war das schönste Geschenk. Man darf sich ein Wunschessen bestellen und ich habe sogar noch einen Eisbecher bekommen. Wir werden richtig verwöhnt.“ Die Corona-Zeit war im Heinrichshof nicht leicht. Die Bewohnerinnen und Bewohner mussten zu ihrer eigenen Sicherheit ein paar Wochen weitestgehend in ihren Zimmern bleiben. Die 84-Jährige blickt zurück: „Ich hatte Glück, ich hatte kein Fieber und habe die Krankheit relativ schnell überstanden. Wir hatten Verständnis für die strengen Regeln. Aber die Schwestern im Haus haben sich immer um uns gesorgt und sobald es möglich und sicher war, konnten wir im Mehrzweckraum wieder zusammen essen und auch Besuch haben. Hier wird wirklich alles getan von den Pflegekräften, von der Betreuung und auch von der Küche, dass es uns gut geht.“


„Ich gehe fast jeden Tag zufrieden nach Hause“

Im Wohnbereich 4 des Heinrichshofes leben Menschen mit Demenzerkrankungen. Geleitet wird der Wohnbereich von Susan Palm, die vor 20 Jahren nach der Schule als Pflegeassistentin im Heinrichshof angefangen hat. Berufsbegleitend absolvierte sie die Ausbildung zur Altenpflegerin und übernahm 2010 die Wohnbereichsleitung. „Wir sehen, dass unsere Kollegen hier Spaß haben. Das ist so ein großer Schatz. Es muss einen glücklich machen, alte Menschen glücklich zu machen. Und das tut es. Ich gehe jeden Tag zufrieden nach Hause.“ Die Tage werden nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner gestaltet. Wenn sie einmal nicht schlafen können, finden sie im „Nachtcafé“ im Wohnbereich 4 einen Anlaufpunkt. Hier gibt es in der Nacht kleine Snacks, Knabbereien, Getränke und einen Fernseher. „Unsere Bewohner sind hier zuhause. Wir sind nur zu Gast,“ erklärt die Wohnbereichsleiterin. „Wir würden es uns doch auch vor dem Fernseher gemütlich machen, wenn wir zuhause mal nicht schlafen können.“ Im Wohnbereich arbeiten momentan 10 Mitarbeitende in der Pflege und zwei in der Betreuung. Regelmäßig kommt eine ehrenamtliche Helferin, die die Bewohnerinnen im Tagesverlauf unterstützt. „Unsere Ehrenamtlerin kam auch, als unser Haus von Corona betroffen war“, erinnert sich Susan Palm. „Das war eine schlimme Zeit. Wir waren emotional sehr an der Grenze. Aber sie ist trotzdem gekommen. Wir haben einfach einen super Zusammenhalt hier.“


„Wir haben ein gutes Miteinander“

Bärbel Müller kam 1981 kurz nach dessen Eröffnung als Hilfsschwester in den Heinrichshof. Nach ihrer Weiterbildung zur Pflegedienstleiterin hat sie alle Entwicklungen des Hauses mitgestaltet. „Wir haben hier ein gutes Miteinander. Seit fast vierzig Jahren komme ich gern auf Arbeit. Mit der eigenen Küche und Wäscherei haben wir wirklich gute Bedingungen. Es gibt verschiedene Gerichte zur Auswahl. Früh und abends gibt es ein kleines Büffet und immer frisches Obst und Gemüse. Zum Abend werden an drei Tagen Bier oder Wein und Knabbereien angeboten.“ Im letzten Dienstjahr vor dem Ruhestand hat die Pflegedienstleiterin gegen die Pandemie kämpfen müssen – und sie hat einmal mehr erlebt, wie gut das Team zusammenarbeitet. „Mit unserem Einrichtungsleiter haben wir die Verordnungen umgesetzt. Wir haben für den Schutz für Bewohner und Mitarbeitende gesorgt und dann haben wir aber auch Möglichkeiten gefunden, dass Besucher an ein Fenster kommen oder ihre Lieben im Garten treffen konnten. Immer so wie es erlaubt und vor allem sicher war, haben wir einen Weg gefunden. Gemeinsam haben wir das durchgestanden und jetzt sind unsere Bewohner, die das wollten, sogar schon geimpft.“