Weiterbildung Palliative Praxis

Den Menschen als Persönlichkeit respektieren – wahrnehmen, zuhören, individuell handeln

Menschen am Ende ihres Lebens entsprechend ihrer Bedürfnisse und Wünsche zu begleiten und zu versorgen gehört zu den Zielen von Hospizarbeit und Palliativmedizin. Das betrifft hochbetagte genauso wie schwerkranke Menschen und solche, die mit einer Demenzerkrankung leben.

  • Welchen Blick hat die Person auf ihr Kranksein und Sterben?
  • Wie fühlen Angehörige? Können sie Sterben und Abschiednehmen zulassen?
  • Was brauche ich, um zukünftig damit gut umgehen zu können?

Das alles sind Fragen, mit denen sich die Palliative Praxis auseinandersetzt.

Wenn das Thema Sie anspricht und Sie gerne mehr wissen wollen, sind Sie recht herzlich zu dieser Weiterbildung eingeladen.

Sie richtet sich an Pflegende, Mitarbeiter*innen in der stationären und ambulanten Pflege, Ärzte und Ärztinnen, Betreuungskräfte und andere Berufsgruppen, sowie alle Begleiter*innen der Eingliederungshilfe.

Der Kurs ist zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin.

Eine gute und erfüllende Begleitung setzt voraus, dass Bedürfnisse schwerkranker, alter Menschen frühzeitig in den Blick genommen werden, um deren individuelle Begleitung und Unterstützung zu ermöglichen. Die Wahrnehmung von Symptomen, Verlusten, Wünschen und Leiderfahrungen verlangt einen kontinuierlichen und engen Kontakt zu den Klient*innen mit dem Ziel, ihnen dabei zu helfen, Selbstbestimmtheit und Würde zu erhalten. Die multiprofessionelle Begleitung und Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen erfordert Zeit und qualifiziertes Personal.

Das vierzig Unterrichtseinheiten umfassende Fortbildungsangebot nach dem Curriculum „Palliative Praxis“ befähigt Mitarbeiter*innen unterschiedlicher Berufsgruppen zur palliativen Begleitung von alten, multimorbiden und dementiell veränderten Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Inhalte der Schulung Palliative Praxis

  • Aneignung von Basiskenntnissen unter Berücksichtigung der Vielfalt der Teilnehmer*innen
  • Einüben einer Haltung, die Handeln ermöglicht und vor Überforderung schützt
  • Begleitung von dementiell veränderten Menschen und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Selbst erarbeitete Lösungsmöglichkeiten zeigen, wie Zeit, Raum und Rituale im Abschied geschaffen und gestaltet werden können.

Gute Gründe für Palliative Praxis:

  • Kompetente Mitarbeiter*innen verringern den Anteil von schwerkranken Bewohner*innen, die zum Sterben in Krankenhäuser eingewiesen werden.
  • Reflektiertes Handeln erhöht die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter*innen.
  • Eine gelebte Palliativkultur ist ein positives Qualitätsmerkmal – auch in der Außenwirkung.
  • Sie fördert die Zusammenarbeit der am Begleitungsprozess beteiligten unterschiedlichen Berufsgruppen zu einer fachübergreifenden und flexiblen Arbeitsweise.

Kursleiterin: Anne Riedel-Seim

  • Koordinatorin, Palliative Care
  • Trauertherapeutin, Dozentin Palliative Praxis und Letzte Hilfe
  • Leiterin der Jugendtrauergruppe des Christlichen Hospizdienstes „Lebensspur“
  • Altenpflegerin mit heilpädag. Zusatzqualifikation

Rückfragen unter: 0151 1623 2810

Organisatorisches

Veranstaltungsort:
Christliches Altenpflegezentrum
Haus Wettiner Straße
Wettiner Straße 11
08371 Glauchau

  • Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 16 Personen begrenzt.
  • An den Weiterbildungstagen treffen wir uns von 9:00 bis 16:30 Uhr.
  • Der Kurs kann als Blockwoche an 5 aufeinanderfolgenden Tagen absolviert werden. Ebenso ist es möglich, die Weiterbildung in zwei Blöcke (2 Tage + 3 Tage) auf einen Zeitraum von max. 4 Wochen zu verteilen.