Staatsministerin besucht Sozialstation

Kontakt

Karoline Woboda
Pflegedienstleiterin

Diakonie-Sozialstation Lichtenstein
Martin-Götze-Straße 14, 09350 Lichtenstein/Sa.
Telefon 037204 580885
Telefax 037204 586659
E-Mail

Juli 2021 - Die sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping (SPD) besuchte am 7. Juli 2021 gemeinsam mit dem SPD-Direktkandidaten für die Bundestagswahl Carlos Kasper (Chemnitzer Umland/ Erzgebirgskreis 2) und der pflegepolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag Simone Lang die Diakonie Sozialstation Lichtenstein.

Der Diakonie-Geschäftsführer Dr. Andreas Seidel freute sich über das Interesse: „Uns ist bewusst, dass wir bereits im Wahlkampf für die Bundestagswahl angekommen sind, hier stand jedoch der Austausch im Mittelpunkt. Wir haben das Treffen für eine konstruktive Rückmeldung zum Krisenmanagement der Landesregierung in der Coronapandemie genutzt.“

Neben der Pflegedienstleiterin Karoline Woboda beteiligten sich auch Thea Hein vom Team der Sozialstation, der Fachbereichsleiter für Pflege und Seniorendienste des Diakoniewerkes Westsachsen, Knut Riedel und der Einrichtungsleiter des Christlichen Altenpflegezentrum Glauchau, Jens Kaiser an der Austauschrunde.

Im Mittelpunkt des Gespräches stand der Austausch über die Bewältigung der Coronapandemie. Wie sich die Impfquoten in den stationären Einrichtungen bei Mitarbeiter*innen  und Bewohner*innen entwickeln, wollte die Ministerin wissen. Auch die immer noch coronabedingt niedrige Auslastung  in der stationären Pflege kam zur Sprache. Karoline Woboda wünschte sich eine bessere Kommunikation an den Schnittstellen zum Beispiel zwischen Krankenhaus und Pflege. Hier seien Testergebnisse zu spät und manchmal gar nicht übermittelt worden.

Ministerin Köpping räumte neben vielem, was in der Krise bisher gut bewältigt werden konnte, ein, dass die Umsetzung der Verordnungen besser hätte kontrolliert werden müssen. Durch Diskrepanzen zwischen Verordnung und Umsetzung sei an einigen Stellen unnötige Verunsicherung entstanden.

Knut Riedel betonte darüber hinaus, dass der Takt, in dem Anpassungen der Verordnungen vorgenommen wurden, zeitweise so eng gewesen sei, dass ein adäquates Umsetzen an der Basis kaum mehr möglich war.

Bezüglich Bürokratieabbau berichtete Simone Lang über eine aktuell laufende Studie zur Coronapandemie. Die Pandemie habe gezeigt, was in einer Krisensituation verzichtbar sei. Daraus will/wird die Landesregierung Erkenntnisse gewinnen, an welchen Stellen eine sinnvolle Reduzierung von bürokratischen Hürden stattfinden kann.

Geschäftsführer Seidel resümierte am Ende und bedankte sich: „Es war ein offenes Gespräch, welches für beide Seiten wichtig ist. Jeder an seinem Platz leistet sein Möglichstes, der Austausch über Hintergründe tut allen gut.“


Bild: v.l.n.r. Jens Kaiser, Karoline Woboda, Dr. Andreas Seidel, Simone Lang, Petra Köpping, Carlos Kasper