Jahresrückblick der Flexiblen Jugendhilfestation

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Sabine Feustel
Leiterin Flexible Jugendhilfestation

Heinrich-Heine-Straße 2, 08371 Glauchau
Telefon 03763 14555
Telefax 03763 489992
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Was für ein Jahr! Die Pandemie stellte uns vor die Herausforderung, unsere aufsuchende Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien neu zu strukturieren. So wie alle Mitarbeitenden im Diakoniewerk Westsachsen und in der Stadtmission Zwickau mussten wir uns neue Wege der Kontaktpflege und der Unterstützung einfallen lassen. Die Mitarbeitenden der Flexiblen Jugendhilfestation haben das mit viel Flexibilität, hohem Einsatz, Mut und nicht zuletzt mit viel Humor gemeistert.

Die Flexible Jugendhilfestation ist im letzten Jahr um zwei Arbeitsfelder und 4 Mitarbeitende reicher geworden. Unser Ziel ist es immer, die Arbeit an konkreten Bedarfen auszurichten und für alle beteiligten Institutionen Partner und Unterstützer zu sein. In unserem bunten Haus in der Heinrich-Heine-Straße 2 in Glauchau arbeiten jetzt insgesamt 9 Mitarbeitende in 7 Arbeitsfeldern:

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Inhaltlich, konzeptionell und personell waren die Jahre 2019 und 2020 durchaus aufregend. Im September 2019 nahm das Streetworkprojekt „Straßenflucht“ in Glauchau seine Arbeit auf. Das Angebot richtet sich an junge Menschen, die ihre Freizeit im öffentlichen Raum verbringen und dort ihren Sozialisationsort finden. Die Mitarbeiter arbeiten aufsuchend im Sozialraum an den Plätzen und Orten, an denen sich die jungen Menschen treffen. Sie bewegen sich in der Lebenswelt der Adressat*innen.

Im September 2020 konnten wir im Rahmen unserer HzE-Projekte ein neues Arbeitsfeld beginnen. Im Projekt „Flexible Arbeit mit Eltern (FAmE – ja, der Name ist Programm ;))“ werden Familien in schwierig gewordenen Lebenslagen in ihrem häuslichen Umfeld begleitet. Das Unterstützungsangebot richtet sich an Eltern mit Kindern ab dem Kindergartenalter bis zum Eintritt in weiterführende Schulen. Auf Grund des jungen Alters der Kinder wird der Arbeit mit den Eltern größere Priorität eingeräumt mit dem Ziel, dass eine Veränderung des Erziehungsverhaltens der Eltern positive Auswirkungen auf das Verhalten und das Aufwachsen ihrer Kinder haben wird.

Die Veränderungen, die am meisten auffallen, sind die Baumaßnahmen in unserem Haus und im Außengelände drumherum. Auf Grund der Möglichkeit einer Förderung über die SAB hatten wir nach 23 Jahren die Möglichkeit, unser Außengelände umzugestalten. Der alte Schuppen und die Fahrradwerkstatt waren so marode, dass zum Schluss nur der Abriss blieb. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Areal neu gestaltet und bietet nun viele Möglichkeiten der Nutzung.

Die coronabedingte Schließung unseres offenen Angebotes „Café Taktlos“ haben wir genutzt, um unser Konzept an die Bedarfe und Lebenslagen der jungen Menschen anzupassen. Mit dem Aufbau des Café Taktlos 1992 wurde der Grundstein für die Arbeit des Gesamtprojektes gelegt. Die derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen zeigen, dass dieser Ort Anlaufstelle für junge Menschen sein kann, die sich für ein tolerantes, respektvolles, demokratisches Miteinander einsetzen. Aus unterschiedlichsten Gründen ist zum momentanen Zeitpunkt eine Selbstorganisation des Treffs noch nicht wieder möglich. Wir begleiten deshalb zukünftig innerhalb des Café Taktlos für die Besucher*innen verschiedene Projekte und Aktionen, z.B.: Möglichkeiten für Bandprobezeiten, Sportangebote, Kreative Öffnungszeit, Schüler- und Jugendcafé, Konzertveranstaltungen, Themenbezogene Workshops. Natürlich können wir zur Zeit nicht alle Angebote auf einmal stattfinden lassen. Das Café- und Streetworkteam bemüht sich jedoch, unter den derzeitig geltenden Rahmenbedingungen, abwechslungsreiche Aktionen für junge Menschen zu organisieren und stattfinden zu lassen.

Vieles war anders dieses Jahr und vieles war neu dieses Jahr und vieles war auch erfolgreich dieses Jahr. Bleiben Sie alle gesund, solidarisch und besonnen.

Sabine Feustel

Projektleiterin Flexible Jugendhilfestation

https://www.diakonie-westsachsen.de/aktuelles_rueckblicke_2012_verknuepfung_mit_unser_jahr_2020_de.html