Hast du schon gehört?! - Sichemfest

 

Juni 2019 - Die Heimstätte Sichem in Werdau ist schon 95 Jahre alt. Gefeiert wurde das mit dem traditionellen Sichemfest und besonderen Gästen. Für uns berichtet Dorothea Floß:

Am Sonntag, den 23.06.2019 feierten wir das Sichemfest im Jahr des 95. Bestehens der Heimstätte unter der Überschrift „Hast du schon gehört?!“. Bei schönstem Wetter fanden viele Bewohner, Angehörige, Siedlungsnachbarn und Geschwister aus den Kirchgemeinden den Weg zu uns.

„Prominentester Gast“ war in diesem Jahr, neben dem Superintendenten Harald Pepel, unsere liebe Diakonisse Schwester Hilde Zeidler. Viele Jahre hatte sie ihren Dienst treu in Sichem erfüllt und war dann einige Zeit als Heimbewohnerin hiergeblieben, bevor sie wieder zurück ins Mutterhaus nach Aue berufen wurde. Ebenso reich an Jahren wie die Heimstätte Sichem, nahm Schwester Hilde mit wachem Geist und Sinn am Gottesdienst teil. Auch versäumte sie es nicht „ihren“ Wohnbereich 3 und eine langjährige Bewohnerin zu besuchen. Wir haben uns sehr gefreut, dass sie uns die Ehre ihres Besuchs erwiesen hat! Gott segne Sie weiterhin, wie an jedem Tag Ihres langen Lebens!

Auch für die Kinder war wieder Einiges dabei. Eine Bereicherung war das Engagement der Bewohner der Friedenssiedlung. Sie hatten sich in diesem Jahr vorgenommen ebenfalls gemeinsam ein Fest zu feiern und die Heimstätte Sichem mit einzubeziehen. So kam es, dass bunt bemalte Kinder zusammen Spiele im Wald bei der Glocke machten. Die Erzieherinnen des Johanniter Kindergartens filzten diesmal hübsche Glockenblumen mit den Kindern, Hüpfburg und Segway standen nicht still. Genauso wenig wie die Ponys, auf denen man dieses Jahr reiten durfte.

Das Märchenspiel „Frau Holle“ von der Mülsener Wanderbühne und die frechen, Blumenstrauß fressenden Ziegen und Esel des Thüringer Probshofes waren für Alt und Jung ein tolles Vergnügen.
Interessante Informationen gab es u.a. vom Gehörlosenzentrum Zwickau e.V. und von GEERS Hörgeräteakustik.

Zum Abschluss des Festes rundete Pastor Papp den Tag mit Gedanken zum Thema „Hören“ ab.
Er traf wohl ins Schwarze mit der Aussage: „Es herrscht ein Mangel an Menschen, die uns verstehen, sich Zeit nehmen zuzuhören. Mitfühlendes Hören, sensibel auf Einzelheiten achten, bereit sein, die eigene Seele auf die des Anderen einzustimmen.“ Das ist es, was wir immer wieder praktisch einüben sollten um uns selbst, unseren Mitmenschen und unserem Umfeld gut zu tun.

Wir danken Gott für diesen geschenkten Tag!

Dorothea Floß, Sozialdienst Haus Abendfrieden

https://www.diakonie-westsachsen.de/aktuelles_1906_sichemfest_de.html