Handball Special-Liga startet durch - Wir sind dabei!

 

Am 3. November nahmen die Handballerinnen und Handballer der Werkstatt für angepasste Arbeit Lebensbrücke in Glauchau erfolgreich am ersten Spieltag der Handball-Special-Liga des Sächsischen Handball-Verbandes teil.

Mit freundlicher Genehmigung des Handball-Verbandes Sachsen e. V. veröffentlichen wir hier den Bericht von Bernd Hartmann

Am Samstag 3. November 9:30 Uhr ist für die Handballathleten aus Sachsen ein lang gehegter Wunsch wahr geworden. Das erste Spiel der neu gegründeten SpecialLiga (gesprochen: SchpeschelLiga) wird angepfiffen. Bernd Hartmann eröffnete als Spielleitende Stelle die Saison in der schmucken Handballhalle Lichtenstein. Helfer des Vereins und auch der Hallensprecher sind vor Ort. Alles ist toll organisiert. Sogar Speisen und Getränke sind im Angebot. Danke an alle!

Der Gastgeber, die Werkstatt für angepasste Arbeit Lebensbrücke Glauchau und NHV Concordia Delitzsch können sich in die hoffentlich langjährigen Analen dieser Liga als erste eintragen. Beide haben in Sachsen die ältesten Traditionen, so der Spielleiter. Er setzt diese Begegnung an den Ligastart. Beide lieferten sich in den 2x15min eine tolle, ausgeglichene Partie. In einem Herzschlagfinale setzten sich die Delitzscher mit einem Tor knapp durch.

Die Radebeuler gaben sich in der nächsten Begegnung keinen Illusionen hin. Ihre Philosophie spielend, unterlagen sie standesgemäß den Meißnern deutlich mit 05:18. Für den Geschmack der Trainer aus der Lößnitzstadt war das Ergebnis trotzdem zu hoch. Meißen lässt auch in seinem zweiten Spiel gegen Delitzsch nichts anbrennen und gewinnt klar mit 13:08. Das Finale des Turniertages bestreiten die langjährig befreundeten Mannschaften der Gastgeber und den Radebeulern. Eine größere Übereinstimmung der Spielphilosohie findet man bundesweit kaum. Da haben sich zwei gleichartige Mannschaften zusammengefunden und schon viele gemeinsame Projekte erfolgreich durchgeführt. Es stehen nicht umsonst 6 Natonalspielerinnen des Frauenteam Deutschland für Abu Dhabi auf beiden Seiten! Natürlich nutzen die Teams dieses Tunier um taktische Richtlinien zu spielen. Ein faires Spiel endet schließlich mit dem Sieg der Gastgeber aus Glauchau. Das Turnier ist für die Athleten ein Novum - es findet keine Siegerehrung statt! Der Ligaalltag nimmt seinen Lauf. Ja, der Alltag zieht ein! Ligaspiel...wie das klingt!

Die Ansprache von Hartmann ist kurz, aber die Vorarbeit war lang. Es benötigte eine Menge Kleinarbeit bis zur Realisierung dieses Unterfangens. Netzwerke knüpfen ist DAS Zauberwort. In Zeiten der digitalen Kommunikation gar nicht schwierig? Weit gefehlt. Es bleibt trotzdem noch ein 5000 Teile Puzzlespiel! Special Olympics, DHB, FDDH, HVS, Landessportbund und viele andere sind zu verknüpfen.

Warum brauchen unsere Handballer diese Liga? In der Organisation Special Olympics wird doch schon Handball gespielt?

Es gibt, bisher aller 2 Jahre, neustens aber aller 4 Jahre die Nationalen Spiele von SOD. Diese können aber nur mit einem hohen finanziellen Aufwand für die Teams realisiert werden. Außerdem ist die Handballfamilie bundesweit beträchtlich gewachsen, sodass zu den kommenden Nationalen Spielen gedeckelt werden muss. Damit ist sogar die Chance auf diese Teilnahme nicht mehr garantiert. Um die fehlenden Nationalen Spiele aus dem Vierjahresrhythmus aufzufüllen, sind die angebotenen "ausfüllenden" Lücken nicht in allen Landesverbänden attraktiv genug. Es bleiben regionale Tuniere ausgewählter Vereine/Werkstätten. Diese sind aber auch meist weit entfernt und damit steht wiederum ein größerer finanzieller Betrag zu Buche. Unsere Athleten arbeiten im sogenannten Niedriglohnsektor. Es bleibt wenig Spielraum.

Dagegen ist eine regionale Liga finanziell besser konditioniert. Fahrstrecken, Spielzeit und finanzieller Aufwand stehen in einem optimalem Verhältnis. Der Anspruch von Special Olympics zur Regelmässigkeit des Sporttreibens wird hierbei in wunderbarer Weise wahrgenommen.

https://www.diakonie-westsachsen.de/aktuelles_1811_special_liga_handball_de.html