In der Familienberatung endet eine Ära

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Carolin Hummel
Leiterin Familienberatung

Markt 9, 08371 Glauchau
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Mit der Verabschiedung von Christine Eichhorn aus der Diakonie-Familienberatung Glauchau am 23. November 2018 endet eine Epoche und ein kleines Superlativ. Das dienstälteste Team einer Diakonie-Familienberatungsstelle war bislang in Glauchau zu finden. Im Jahr 1992 kam die Diplom-Sozialarbeiterin mit einer Zusatzausbildung zur Schwangerschaftskonfliktberatung mit ihrer Familie nach Glauchau, weil ihr Mann eine Pfarrstelle in Gesau antrat. Unter dem Dach des Diakonischen Werkes Glauchau e. V. baute Christine Eichhorn die Beratungsstelle auf - vom ersten Antrag, über die selbst gestalteten Werbezettel und Reperaturen in der maroden Unterkunft bis hin zu den ersten Beratungsgesprächen. "Der Bedarf war da. Die Frauen hatten endlich die Möglichkeit, über diese schwere Entscheidung mit einer Außenstehenden zu sprechen. In der DDR waren sie damit allein gelassen." Schon nach wenigen Monaten stießen Sabine Rikowski und Ute Beier-Lucke zu ihr, die bis heute zum Team gehören und wie sie die Ausbildung zum systhemischen Familienberater oben drauf setzten. So entwickelte sich die Beratungsstelle zu einem breit aufgestellten Anlaufpunkt für Familien. Neben der klassischen sozialen Schwangerschaftsberatung mit der Hilfe bei Anträgen und im Bürokratie-Dschungel gehört weiter die Schwangerschaftskonfliktberatung zu den Angeboten. Auch zur allgemeinen Lebens- und Paarberatung kommen Erwachsene zu den Beraterinnen. Außerdem gibt es zertifizierte Erziehungskurse für Eltern (kess), Kommunikationskurse für Paare (kek und EPL) und Seminare zur Bindung zwischen Baby und Eltern. Darüber hinaus können hier auch Anträge gestellt werden für Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kuren und für das Sächsische Familien-Urlaubsgeld, mit dem Erholungsreisen für Familien mit niedrigem Einkommen bezuschusst werden.

Nach 45 Arbeitsjahren, nach 26 Jahren für die Diakonie in Glauchau, nach 22 Jahren als Leiterin der Familienberatung verabschiedet sich die Pionierin mit ein klein wenig Wehmut und viel Vorfreude: "Ich freue mich auch auf den neuen Lebensabschnitt. Mein Mann ist jetzt auch im Ruhestand. Wir werden nicht auf dem Sofa versauern. Zunächst einmal genießen wir es, nicht allzu viel vorzuhaben."

Die Geschäftsleitung des Diakoniewerkes Westsachsen dankt Christine Eichhorn für ihren Dienst und alles Herzblut, das sie in den Aufbau ihres wichtigen Arbeitszweiges investiert hat.

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