Diakonie Westsachsen
Diakoniewerk Westsachsen - WIR FÜR MENSCHEN

Pater Anselm Grün beeindruckte Zuhörer

Die berühmte Stecknadel hätte man fallen hören können, als der Benediktinerpater Anselm Grün in der gut gefüllten Georgenkirche in Glauchau am Freitagabend seinen Vortrag mit einem meditativen Ritual beendete. Von der ersten Minute an hingen die etwa 400 Besucher an seinen Lippen und lauschten andächtig seinen Worten.

Zum nunmehr dritten Mal folgte Anselm Grün der Einladung der Familienberatungsstelle des Diakoniewerkes Westsachsen nach Glauchau.

„Versäume nicht dein Leben“ lautete diesmal das Thema des rund einstündigen Vortrags, zu dem Grün „ein paar Gedanken“ mitgebracht hatte.

Pater Anselm begegnet immer häufiger Menschen, die vor lauter Absicherungen an wichtigen Lebensthemen vorbeigehen, sie versäumen und damit das Wichtigste möglicherweise verpassen oder aufschieben. Mancher wolle die absolut richtige Entscheidung treffen, die es aber nicht gebe. Entscheidung sei immer Begrenzung. Für etwas zu sein, bedeute gleichzeitig, gegen etwas zu sein, nur sollte dem nicht nachgetrauert werden.

Anselm Grün stellt fest, dass viele Menschen um sich selbst kreisen und sich in einer bequemen Lebensmitte einrichten. Das Leben nicht zu versäumen,  bedeutet vor allem auch, nicht exzessiv selbstbezogen zu sein, denn Selbstbezogenheit geht nicht selten mit mangelndem Interesse an anderen einher.

Wer sein Leben nicht versäumen möchte, sollte sich auf Sinnsuche begeben, sollte sein Leben  an Aufgaben ausrichten, die er erfüllen möchte. Man muss einfach wissen, wofür man lebt. In diesem Zusammenhang erwähnte er dabei den in der Gesellschaft deutlich gestiegenen Konsum von Psychopharmaka.

Pater Anselm erzählte immer wieder Anekdoten aus seinem Familien- und Freundeskreis, aber auch von Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen. Er zitierte kluge Autoren, die ähnlich wie er selbst, verdeutlichen, was man tun kann, um sein Leben nicht zu versäumen und er ließ auch immer wieder Jesu zu Wort kommen, um gedanklich Hilfestellung zu geben. 

Anselm Grün machte Mut, das Leben zu wagen und sich auf den Wettkampf einzulassen, den Situationen des Lebens auch verlangen. Besonders hob er hervor, die Liebe nicht zu versäumen, die sich vor allem in der Zuwendung und Sorge für andere Menschen zeigt.


Die Botschaft kam an. Er erreichte und berührte die Menschen, holte sie da ab, wo sie stehen, und da war es plötzlich egal, ob man 20 Jahre alt ist, oder 50 oder 70. Jeder konnte an diesem Abend etwas für sich mit nach Hause nehmen.

Musikalisch stimmungsvoll umrahmt wurde der Abend von Jochen Häußler an der Gitarre und Konrad Ziegler auf der Querflöte.

Zahlreiche Besucher ließen nach dem Vortrag Bücher signieren oder wollten dem Pater danken.

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